Bahntrassenradeln – Details

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SH 2.07 BahnRadWege Route C: Glinde – Trittau (ehem. Südstormarnsche Kreisbahn)
LogoDer attraktive Radwanderweg ohne großen Schnick-Schnack vor den Toren Hamburgs ist einer der ältesten Bahntrassenwege in Deutschland.
Streckenlänge (einfach): ca. 19,2 km (davon ca. 17,8 km auf der ehem. Bahntrasse)
Höhenprofil: sehr leicht hügelig (30 bis 70 m ü. NN)
Oberfläche:

asph. (Breite 1,7-2,2 m); 2015/16 wurden insgesamt 2,8 km erneuert und auf 2,5 m verbreitert; die ersten beiden Bauabschnitte zwischen Willinghusen und Glinde sowie bei Stellau wurden 2015 bearbeitet, der Abschnitt zwischen Trittau und Grönwohld folgte ab September 2016

Status / Beschilderung: kombinierter Fuß- und Radweg; Wegweisung als Teilstücke von regionalen Rundwegen und mit gelben Hinweisschildern als "Radwanderweg Glinde – Trittau" (nicht ganz vollständig)
Eisenbahnstrecke: 9125 (Südstormarnsche Kreisbahn) / Trittau – Hamburg-Billbrook; 31 km (1435 mm)
Eröffnung der Bahnstrecke: 17. Dezember 1907
Stilllegung der Bahnstrecke: 15. März 1952 (Pv)
Eröffnung des Radwegs:
  • Mai 1956: L 92 nördl. Papendorf – Lütjensee (Baubeginn Januar 1956)
  • zweite Jahreshälfte 1956: Lütjensee – Grönwohld
  • Juli 1957: Willinghusen (K 29) – Papendorf (L 92)
  • 16. Oktober 1959: Glinde – Willinghusen und Grönwohld – Trittau
Radwegebau:

Bereits 1953 gab es kurz nach dem Abbau der Gleis erste Vorstöße, den Bahndamm der Kreisbahn in einen Radwanderweg umzuwandeln, die 1955 erneut aufgegriffen wurden. Im Januar 1956 wurde von Süden her der rund 6,5 km lange Abschnitt von der L 92 nördlich Papendorf bis zur "Betonstraße" vor dem ehem. Bahnhof Lütjensee für 126.000 DM ausgebaut und im Laufe des Jahres bis zum Lehbeksweg bei Grönwohld verlängert. Dieses Stück wurde 1964 durch den Neubau der Bundesstraße 404 unterbrochen.

Nach der Vergabe der Aufträge im November 1956 wurde die Strecke von Papendorf südwärts bis zur K 29 bei Willinghusen erweitert (Kosten: 143.000 DM; Asphaltierung im Mai 1957). Ab Herbst 1958 schließlich wurden die beiden Endstücke nach Glinde (fertig im April 1959) und Trittau gebaut und im Oktober 1959 mit einer Radtour eingeweiht.

Messtischblätter: 2327, 2328, 2427
Route: Glinde – Stellau – Papendorf – Siek – Lütjensee – Trittau
Externe Links (Bahn): Wikipedia: Südstormarnsche Kreisbahn
Externe Links (Radweg): Kreis Stormarn: BahnRadWege Route C
Aktueller BahnRadWege-Flyer
30.12.2016

Trassenstatistik: Gesamtweg
Nr. Startpunkt Endpunkt Länge Status
1 53.55709, 10.21996
[N53° 33' 25.52" E10° 13' 11.86"]
53.62676, 10.40223
[N53° 37' 36.34" E10° 24' 8.03"]
19,2 km

Trassenstatistik: Bahntrassenabschnitte
Nr. Startpunkt Endpunkt Länge Status
1 (1) 53.55709, 10.21996
[N53° 33' 25.52" E10° 13' 11.86"]
53.56717, 10.22082
[N53° 34' 1.81" E10° 13' 14.95"]
1,1 km
2 (1) 53.56764, 10.22123
[N53° 34' 3.50" E10° 13' 16.43"]
53.58694, 10.23598
[N53° 35' 12.98" E10° 14' 9.53"]
2,4 km
3 (1) 53.58793, 10.23817
[N53° 35' 16.55" E10° 14' 17.41"]
53.63284, 10.30633
[N53° 37' 58.22" E10° 18' 22.79"]
7,1 km
4 (1) 53.63329, 10.30676
[N53° 37' 59.84" E10° 18' 24.34"]
53.64542, 10.36114
[N53° 38' 43.51" E10° 21' 40.10"]
4,3 km
5 (1) 53.64437, 10.36451
[N53° 38' 39.73" E10° 21' 52.24"]
53.63526, 10.38402
[N53° 38' 6.94" E10° 23' 2.47"]
1,7 km
6 (1) 53.63537, 10.39349
[N53° 38' 7.33" E10° 23' 36.56"]
53.62676, 10.40223
[N53° 37' 36.34" E10° 24' 8.03"]
1,2 km


Pressespiegel zum Bahntrassenweg SH 2.07
19.02.1953: "Für und wider den Südtormarn-Radweg" (Lübecker Nachrichten)
09.06.1955: "Erneuter Vorstoß für den Radwanderweg auf dem Bahndamm" (Lübecker Nachrichten)
07.09.1955: "Bahndamm wird Radwanderweg" (Hamburger Abendblatt)
22.01.1956: "Südstormarner Bahndamm bald Radwanderweg" (Lübecker Nachrichten)
05.05.1956: "Bahndamm wurde Radwanderweg" (Lübecker Nachrichten)
28.07.1956: "'Gesund für verrostete Knochen'" (Hamburger Abendblatt)
04.11.1956: "Südstormarner Radwanderweg wird verlängert" (Lübecker Nachrichten)
05.11.1956: "Zuschuß für Radwanderweg" (Hamburger Abendblatt)
02.02.1957: "Radweg-Endstation Trittau?" (Lübecker Nachrichten)
04.05.1957: "Asphalt für den Radwanderweg" (Lübecker Nachrichten)
22.05.1957: "Radwanderung verlängert" (Hamburger Abendblatt)
21.07.1957: "Nur ein einziger Kilometer fehlte noch" (Lübecker Nachrichten)
28.08.1958: "Pioniere sprengten alten Wasserturm" (Lübecker Nachrichten)
29.08.1958: "Nur Trümmer zeugen noch von einstiger Größe" (Lübecker Nachrichten)
12.09.1958: "Radwanderweg wird vollendet" (Hamburger Abendblatt)
25.10.1958: "Südstormarner Radwanderweg wächst" (Lübecker Nachrichten)
14.04.1959: "Idyllischer Radwanderweg" (Hamburger Abendblatt)
17.10.1959: "Radwanderweg fertiggestellt" (Hamburger Abendblatt)
20.07.2013: "Monja Löwer radelt am liebsten auf einer stillgelegten Bahntrasse" (Hamburger Abendblatt)
24.08.2015: "Sanierung des Randwanderweges zwischen Glinde und Trittau beginnt" (Lübecker Nachrichten)

Befahrung: April 2010

Fahrtrichtung Ost

GLINDE (Kreis Stormarn)
0,0 Beginn des Bahntrassenradwegs am Nordrand von GLINDE unmittelbar südlich der BAB 24: Drängelgitter, asph. R/F (anfangs teilw. holprig); BAB 24 und einen Bach überqueren; min. St.
  0,3 links: Barsbüttel 3,0; Oststeinbek 1,5
BARSBÜTTEL (Kreis Stormarn)
1,1 vor der Stemwarder Landstraße / K 109 schräg rechts, an der Kreuzung (Ampeln) beide Straßen queren (insg. links) und schräg rechts zurück auf die Bahntrasse; s. fl. Kuppe
3,3 bei STELLAU einen Weg queren; am Weiher Rastplatz, dann dem Weg mit einem Rechtsschlenker folgen; am Ortsende (3,9) L 222 queren (Drängelgitter); l. St.
  3,9 links: Ahrensburg 11; Stapelfeld 2,5
BRUNSBEK (Kreis Stormarn)
4,7 und bei 5,4 die L 160 queren (Drängelgitter); bei LANGELOHE ein Querweg und an einem Rastplatz / Spielplatz vorbei; hinter einer Linkskurve später parallel zur Straße; am Sportplatz Querweg (6,5; teilw. min. Gef.)
7,6 bei PAPENDORF zwei Straßen queren (l. St.)
  7,9 am Teich links: Stapelfeld 5,0; Braak 3,5; rechts: Sachsenwald 8,0; Witzhave 7,0
8,6 L 92 queren (Drängelgitter; Buswartehäuschen)
SIEK (Kreis Stormarn)
9,8 später kurz hintereinander drei Wege queren, der mittlere auf der Höhe des Sportplatz SIEK; an einer Tischgruppe vorbei
  10,0 links: Ahrensburg 7; Siek 1,0
11,0 die L 39 (Alte Landstraße, ein Drängelgitter) wenig rechts versetzt und wenig später am Kreisverkehr die L 224 queren (zwei Drängelgitter); L 224 queren: die Bahntrasse verläuft leicht kurvig; min. Gef.
  11,1 rechts: Großensee 3,0
HOISDORF (Kreis Stormarn)
  Damm, dann l. hügelig; später zwei Querwege
13,0 am ehem. Bf Hoisdorf L 91 queren (Drängelgitter); s. fl. Kuppe
  13,0 links: Bad Oldesloe 22; Ahrensburg 9,5
LÜTJENSEE (Kreis Stormarn)
  im Bereich des Waldes Straßenschäden; zwischen zwei Querwegen min. St., dann längeres l. Gef.
15,3 bei LÜTJENSEE vor der Straße rechts (Halbsperre), dann die Hamburger Straße / L 92 an der Ampel links queren, wenig rechts versetzt auf den linken R/F der Trittauer Straße / K 30 und mit k. St. schräg links zurück auf die Bahntrasse; min. Gef.; Damm, eine Straße queren
  15,3 links: Lütjensee 0,5
16,5 am Ortsende eine größere Straße queren (Drängelgitter)
17,3 am Ende des Bahntrassenradwegs links: Grönwohlder Straße / K 31 (linker Zweirichtungs-R/F)
GRÖNWOHLD (Kreis Stormarn)
  B 404 überqueren: Drahtmühle / K 31 (linker Zweirichtungs-R/F); an der Zufahrt (R/F) zur B 404 vorbei
17,9 an der Bushaltestelle Drahtmühle rechts; nach wenigen Metern Linkskurve: R/F auf der ehem. Bahntrasse (l. Gef.); ein Querweg und einen Bach überqueren
TRITTAU (Kreis Stormarn)
18,7 an der Einmündung des Radwanderwegs nach Bad Oldesloe geradeaus folgen (min. St.)
  18,7 links: Bad Oldesloe 23; Grönwohld 1,5; Bahntrassenradweg SH 2.06
19,1 vor der K 32 am nördlichen Ortsrand von TRITTAU Ende des Bahntrassenradwegs (Drängelgitter)
  19,1 auf der K 32 wenig links versetzt: Bahntrassenradweg SH 2.06 (Richtung: Trittau)


Fahrtrichtung West

TRITTAU (Kreis Stormarn)
0,0 ehem. Bahnübergang der K 32 am nördlichen Ortsrand von TRITTAU: Beginn des asph. Bahntrassenweges auf der ehem. Südstormanischen Kreisbahn (Drängelgitter; die Bahntrasse nach Bad Oldesloe verlief hier parallel zur Kreisbahn und ist erst ab der Verzweigung als Radwanderweg ausgebaut); min. Gef.
0,4 an der Einmündung des Radwanderwegs nach Bad Oldesloe geradeaus folgen (einen Bach überqueren; l. St.); ein Querweg
  0,4 rechts: Bad Oldesloe 23; Grönwohld 1,5; Bahntrassenradweg SH 2.06
GRÖNWOHLD (Kreis Stormarn)
1,2 hinter der Rechtskurve an der Straße / Bushaltestelle Drahtmühle links: Drahtmühle / K 31 (rechter Zweirichtungs-R/F); an der Zufahrt (R/F) zur B 404 vorbei; B 404 überqueren
LÜTJENSEE (Kreis Stormarn)
  Grönwohlder Straße / K 31 (rechter Zweirichtungs-R/F)
1,8 hinter der Bushaltestelle Deepenstegen rechts: asph. Bahntrassenradweg
2,6 am Ortsanfang LÜTJENSEE einen größere Straße queren (Drängelgitter), dann einen weitere Straße queren (min. St.; Damm) und vor dem F mit k. Gef. schräg links auf den rechten R/F der Trittauer Straße / K 30
3,6 an der Kreuzung rechts, dann die Hamburger Straße / L 92 an der Ampel links queren und wenig rechts versetzt zurück auf die asph. Bahntrasse (Halbsperre; R/F: längere l. St.); im Wald Straßenschäden, zwischen zwei Querwegen min. Gef.
  rechts: Lütjensee 0,5
HOISDORF (Kreis Stormarn)
  außerhalb des Waldes s. fl. Kuppe
6,1 am ehem. Bf Hoisdorf L 91 queren (Drängelgitter); zwei Querwege; s. l. hügelig, dann über einen Damm
  6,1 rechts: Bad Oldesloe 22; Ahrensburg 9,5
SIEK (Kreis Stormarn)
  min. St., die Bahntrasse verläuft leicht kurvig
8,1 am Kreisverkehr die L 224 (zwei Drängelgitter) und wenig später die K 39 (Alte Landstraße, ein Drängelgitter) wenig rechts versetzt queren; später kurz hintereinander drei Wege queren, den mittleren bei 9,0 auf der Höhe des Sportplatzes SIEK; an einer Tischgruppe vorbei
  8,1 vor der Straße links: Großensee 3,0
  9,0 rechts: Ahrensburg 7; Siek 1,0
BRUNSBEK (Kreis Stormarn)
10,5 L 92 queren (Drängelgitter; Buswartehäuschen); l. Gef.
11,0 bei PAPENDORF zwei Straßen queren (teilw. min. St.); am Sportplatz Querweg (12,6); der R/F verschwenkt mit einer Rechtskurve von der Straße weg; bei LANGELOHE an einem Rastplatz / Spielplatz vorbei; ein Querweg
  11,0 am Teich links: Sachsenwald 8,0; Witzhave 7,0; rechts: Stapelfeld 5,0; Braak 3,5
13,7 und bei 14,4 die L 160 queren (Drängelgitter); l. Gef.
BARSBÜTTEL (Kreis Stormarn)
15,2 am Ortsanfang STELLAU L 222 queren (Drängelgitter); dem Weg mit einem Linksschlenker folgen; am Weiher Rastplatz und bei 15,8 einen Weg queren (s. fl. Kuppe)
  15,2 rechts: Ahrensburg 11; Stapelfeld 2,5
17,9 schräg links zur Kreuzung (Ampeln), dort beide Straßen queren (insg. rechts); kurz parallel zur Stemwarder Landstraße / K 109 und dann schräg links zurück auf die Bahntrasse (asph., teilw. leicht holpriger R/F; min. Gef.); einen Bach überqueren
  18,8 rechts: Barsbüttel 3,0; Oststeinbek 1,5
GLINDE (Kreis Stormarn)
  BAB 24 überqueren
19,1 am Nordrand von GLINDE eine Straße queren (ein Drängelgitter): freigeg. F
19,4 am Ende des Bahntrassenwegs rechts: Am Sportplatz (später linker R/F und l. Gef.) zur Möllner Landstraße / L 94 (20,7)



Der Radwanderweg nach Glinde beginnt nördlich von Trittau: ...

... anfangs zusammen mit dem Bahntrassenweg nach Bad Oldesloe,
bevor dieser rechts versetzt abzweigt.

Im Bereich der Bundesstraße 404 muss man kurz auf die Kreisstraße, ...

... dann geht's weiter auf der Kreisbahntrasse nach Lütjensee.

Es gibt einige kleinere Querstraßen.

Hoher Bahndamm.

Bei Lütjensee ist ein kurzes Stück den Fußgängern vorbehalten und ...

... nach einer Straßenquerung führt der Weg leicht bergan durch das Hainholz.

Der ehemalige Bahnhof Hoisdorf liegt außerhalb des Ortes.

Anschließend verläuft der Weg parallel zu einer Nebenstraße.

Kreisverkehr der zur Umgehungsstraße von Siek ausgebauten Landesstraße 224.

Bei Siek.

Straßenquerung nördlich ...

... und Bahntrassenweg durch die Felder südlich von Papendorf.

Bei Langelohe.

Die L 16 muss gleich ...

... zweimal gequert werden.

Bei Stellau wird der Bahnhofsbereich umfahren.

Statt wie die Bahn schräg über die Kreuzung zu fahren müssen Radfahrer heute zwei Ampeln beachten.

Brücke über die Glinder Au.

Am Nordrand von Glinde.

In Glinde sind inzwischen die meisten Nebenäste "entgleist".

 




Die Tourenbeschreibungen und begleitenden Angaben wurden mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Für ihre Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Das Nachradeln dieser Tour geschieht auf eigene Gefahr. Die Mitteilung der Wegeführungen erfolgt mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Sie für die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und anderer relevanter Bestimmungen selbst verantwortlich sind und insbesondere im Einzelfall vor Ort abklären müssen, ob ein bestimmter Weg von Radfahrern benutzt werden darf (Fußgängerzonen, Einbahnstraßen usw.).

Dieses Dokument (Texte, Grafiken und Fotografien) ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Eine kommerzielle Nutzung z. B. durch Fahrradverleihbetriebe oder Fremdenverkehrsorganisationen sowie die – auch auszugsweise – Veröffentlichung in elektronischer oder gedruckter Form bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung. Alle genannten Marken- und Produktbezeichnungen sind Warenzeichen der entsprechenden Inhaber.

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(c) Achim Bartoschek 2000-2017
Letzte Überarbeitung: 11. Juni 2017

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